
Die niedersächsische Landtagsfraktion der Partei „DIE LINKE.“ verlangt von der niedersächsischen Landesregierung, dass sie den Fall der im Landkreis Stade ausgebrochenen Rindertuberkulose eingehender prüft, und die Bevölkerung über die Ergebnisse informiert. „Unsere Fraktion will in diesem Zusammenhang wissen, ob die Ansteckungswege von Rindertuberkulose bei niedersächsischen Rindviechern andere sind als bei österreichischen“, erklärt Fraktionsvorsitzende Kreszentia Flauger. Denn aus einem von der Regierung des österreichischen Bundeslandes Tirol erarbeiteten Merkblatt – das auf Erklärungen der Weltgesundheitsorganisation beruht - geht hervor, dass die Krankheit auch durch den Verzehr von Milch der infizierten Rinder und rohem Fleisch (beispielsweise Mett) auf Menschen übertragen werden kann. Das niedersächsische Landwirtschaftsministerium hatte jedoch gegenüber der „Hannoverschen Allgemeinen Zeitung“ vom 7. April erklärt, dass keine Gefahr für den Menschen bestehe, und die Krankheit „nur im direkten Kontakt mit den Menschen übertragen“ werden könne.