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25. Juli 2008 Ursula Weisser-Roelle, wirtschaftspolitische Sprecherin

DIE LINKE fordert von Schaeffler rechtsverbindliche Zusagen zu Conti-Arbeitsplätzen, Unternehmensstruktur und Mitbestimmung

Die Fraktion DIE LINKE im Niedersächsischen Landtag hat auf der von ihr initiierten Sitzung des Wirtschaftsausschusses Forderungen an die Schaeffler-Gruppe gestellt. Die wirtschaftspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ursula Weisser-Roelle, sagte nach der Sitzung: „Im Falle einer Übernahme verlangen wir rechtsverbindliche Zusagen der Schaeffler-Gruppe für den Erhalt der Unternehmensstruktur und damit aller Conti-Standorte und Arbeitsplätze.“ Auch ein Verkauf der in Hannover ansässigen Reifensparte und eine Auflösung der Konzernzentrale in Hannover müssten ausgeschlossen werden, die Mitbestimmung sei auf allen Ebenen zu erhalten und sogar auszubauen.

„Derartige Zusagen sind unbedingt notwendig, schließlich herrschen bei Schaeffler selbst bekanntermaßen mittelalterliche Zustände“, so Weisser-Roelle. Zum Beispiel sitze dort kein einziger Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat. „Die Schaeffler-Betriebsräte kommen entweder gar nicht oder nur sehr schwer an Unternehmensdaten heran. Solche unhaltbaren Praktiken dürfen bei Conti niemals Einzug halten.“

Die Landesregierung sei jetzt am Zuge, die Umsetzung der Forderungen von Arbeitnehmern und Gewerkschaften zu unterstützen und deren Durchsetzung zu kontrollieren, forderte  Weisser-Roelle: „Ministerpräsident Wulff ist persönlich gefordert, die Standorte, Arbeitsplätze und Mitbestimmungsrechte von Conti zu verteidigen.“

Christian Degener