
Hannover. Die Fraktion DIE LINKE im Landtag unterstützt die Forderung des Sozialverbandes Deutschland nach einem Armutsbericht für Niedersachsen. Zusätzlich solle die Landesregierung einen Reichtumsbericht erstellen lassen. „Eine solche Dokumentation würde offenlegen, dass die soziale Kluft und vor allem die Kinderarmut in diesem Land immer größer wird“, erklärt Fraktionsvorsitzender Dr. Manfred Sohn. Anscheinend habe die Landesregierung aber Angst vor der Veröffentlichung eines Armutsberichts. „Er passt wohl nicht zur Alles-heile-Welt-in-Niedersachsen-Rhetorik von Ministerpräsident Christian Wulff - er würde die katastrophale Sozialpolitik und die von CDU und FDP unterstützte Selbstbedienungsmentalität der Reichen aufdecken“, sagt Sohn. Er kündigte an, seine Fraktion das Thema „Armuts- und Reichtumsbericht“ kommende Woche in die Landtagssitzung einbringen wird.
DIE LINKE unterstützt außerdem die Forderung des Sozialverbandes nach der Wiedereinführung der Lernmittelfreiheit. „Die Abschaffung war ein großer Fehler“, kritisierte Sohn. Eltern, die Hartz-IV-Empfänger sind oder ein geringen Einkommen haben, könnten das Geld für Schulbücher nicht aufbringen.