
Hannover. Nach Angaben der Linksfraktion im Landtag gibt es Hinweise darauf, dass die großen Energiekonzerne nach der Bundestagswahl einen Deal mit der Regierung anstreben, der auch für Niedersachsen gravierende Folgen hätte. Demnach planten Unternehmen, den Bau neuer Kohlekraftwerke zurückzustellen, um eine Verlängerung der Laufzeiten für Atomkraftwerke durchzusetzen. Der umweltpolitische Sprecher der Linksfraktion, Kurt Herzog, sagte: „Die Firmen sehen sich beim Bau ihrer Kohlekraftwerke zunehmend wirtschaftlichen Schwierigkeiten gegenüber. Hinzu kommt ein zunehmender Widerstand vor Ort. Mit einem entsprechenden politischen Deal kämen die Energieriesen ohne neue Investitionen aus.“ Herzog erinnerte daran, dass sieben neue Kohlekraftwerke in Niedersachsen geplant sind.
Die Nutzung der Atomenergie müsse angesichts der Probleme in den Atomkraftwerken sowie der gescheiterten und fehlenden Endlagerung unverzüglich beendet werden. „Für Niedersachsen steht viel auf dem Spiel: Wir haben drei von CDU und FDP gewollte Atommülllager-Standorte und drei Atomkraftwerke“, betonte Herzog. Mit dem Ausbau der Erneuerbaren Energien und der Kraftwärmekopplung könne der Energiebedarf ohne Atomkraft und dem Neubau von Kohlekraftwerken sicher gedeckt werden. Dies hätten mehrere Studien nachgewiesen.