
Die Kultusministerkonferenz hat heute über die Weiterentwicklung des Bologna-Prozesses beraten. Zu den Ergebnissen der Konferenz erklärte der hochschulpolitische Sprecher der Fraktion DIE LINKE im Landtag, Victor Perli:
„Die Wissenschaftsminister und die Hochschulrektoren haben diesen Beschluss mit großem Tam-Tam angekündigt, doch am Ende steht wenig Handfestes. Die Vereinbarung, die Anzahl der Prüfungen zu reduzieren, ist richtig. Aber alles andere bleibt unverbindlich und ist keine verlässliche Verbesserung für die Studierenden. Schon vor dem heutigen Beschluss gab es Vereinbarungen zur Arbeitsbelastung der Studierenden, zu flexible Studienzeiten und zur Anerkennung von Studienleistungen. Es hat sich aber niemand daran gehalten. Wissenschaftsminister Lutz Stratmann hatte vor der Konferenz angekündigt, er wolle auf die studentischen Forderungen eingehen und habe die Beschlussvorlage vorbereitet. Nun entpuppt sich Stratmann wieder als Ankündigungsminister, der am Ende alle enttäuscht. Wesentliche Beschlüsse zum freien Zugang zum Masterstudium und zur Abschaffung der Studiengebühren sind nicht gefasst worden. Der heutige Beschluss der Kultusminister ist deshalb zu 90 Prozent alter Wein in neuen Schläuchen.“