
Hannover. DIE LINKE im Landtag hat die Preiserhöhungen bei der Deutschen Bahn im Zuge des Fahrplanwechsels am Wochenende scharf kritisiert. Die Deutsche Bahn AG wird die Preise im Nah- und Fernverkehr um durchschnittlich 1,8 Prozent anheben. Die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion, Ursula Weisser-Roelle, erklärte dazu: „So kurz vor Weihnachten beschert der Fahrplanwechsel den niedersächsischen Fahrgästen keine Festtagsstimmung. Es ist nicht nachzuvollziehen, dass die Preise angehoben werden, obwohl die Energiekosten gesunken sind und die Inflation fast bei Null liegt.“ Sie kritisierte, dass sich der Service im Zuge von Preiserhöhungen nicht verbessere. Auch die Steigerung der Fahrgastzahlen um 50 Prozent in den vergangenen zehn Jahren habe keine Qualitätssteigerung gebracht. „Preissteigerungen sind deshalb unverschämt“, sagte Weisser-Roelle.
Die verkehrspolitische Sprecherin der Linksfraktion begrüßte, dass der Fahrplanwechsel Streckenverdichtungen in der Zeit des Berufsverkehrs und an den Wochenenden sowie einige zusätzliche Züge beispielsweise für die Linien von Braunschweig nach Uelzen und Wolfsburg bringe. Sie kritisierte allerdings, dass auf der IC-Strecke zwischen Hannover und Göttingen nahezu alle Haltepunkte wegfallen sollen. Es sei bedauerlich, dass die fraktionsübergreifende Initiative im Landtag zum Erhalt der Haltepunkte Alfeld, Kreiensen und Northeim keinen Erfolg hatte. Nicht nachvollziehbar sei auch, dass eine Stadt wie Aurich mit 40.000 Einwohnerinnen und Einwohnern nach wie vor nicht mit dem Zug erreichbar sei. „Das schränkt die Mobilität in diesen Regionen ein“, sagte Weisser-Roelle.