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31. Juli 2009 Kurt Herzog, umweltpolitischer Sprecher

DIE LINKE: Verzicht auf Enercon-Werk in Haren wäre Verlust für die Region – 1000 Arbeitsplätze hätten geschaffen werden können - Kohlekraftwerke und Erneuerbare Energien schließen sich aus

Hannover. Als „völlig nachvollziehbar und folgerichtig“ hat der umweltpolitische Sprecher der Linksfraktion, Kurt Herzog, die Ankündigung des Windkraftanlagen-Herstellers Enercon bezeichnet, eventuell doch kein neues Werk in Haren zu bauen. Enercon-Chef Aloys Wobben hatte erklärt, eine solche Investition mache keinen Sinn, falls im benachbarten Dörpen ein Kohlekraftwerk gebaut werde. Herzog sagte: „An diesem Beispiel wird der Konflikt zwischen den Erneuerbaren Energien und der veralteten Kohletechnologie besonders deutlich.“ Der Linken-Abgeordnete bescheinigte Wobben unternehmerisches Gespür. „Er weiß leider auch, dass die Landesregierung eine atomfossile Energiepolitik betreibt -- zugunsten von Kohlekraftwerken und gegen den notwendigen zügigen Ausbau der Erneuerbaren Energien“, sagte Herzog.

Herzog appellierte an die kommunalen Entscheidungsträger, ihr Votum für oder gegen ein Kohlekraftwerk in Dörpen genauestens abzuwägen. Dabei sollten sie auch das Arbeitsplätze-Potenzial beider Vorhaben beachten. „Enercon würde 1000 Jobs schaffen, ein Kohlekraftwerk lediglich 100“, sagte Herzog. Er verwies darauf, dass 8000 Unterschriften gegen das Dörpener Kohlekraftwerk gesammelt worden seien. „Das ist doch ein klarer Hinweis, dass auch die Bevölkerung die Energiewende hin zu den Erneuerbaren will. Sie wehrt sich gegen eine fossile CO2-Dreckschleuder, die jahrzehntelang alle möglichen Gifte auf sie rieseln lässt."