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30. Juli 2009 Pia Zimmermann, innenpolitische Sprecherin

DIE LINKE warnt vor Eskalation in Faßberg nach Neonazi-Aufmarsch in Bad Nenndorf – Polizei hätte besetztes Hotel durchsuchen können

Hannover. DIE LINKE im Landtag hat vor einer Eskalation der Situation in Faßberg gewarnt. Es sei davon auszugehen, dass Neonazis nach ihrem Aufmarsch in Bad Nenndorf am Wochenende in das besetzte Hotel nach Faßberg weiterziehen werden. Die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion, Pia Zimmermann, verwies darauf, die Kameradschaft 73 Celle werbe im Zusammenhang mit dem Aufmarsch im Internet damit, dass es in dem besetzten Hotel 30 Betten gebe und sie noch Wachleute und Handwerker suche. „Die Polizei muss verhindern, dass Faßberg zu einem Wallfahrtsort der Neonazis wird“, sagte Zimmermann.

Unverständnis zeigte die Landtagsabgeordnete über die bisherige Strategie der Polizei. „Sie hätte das besetzte Hotel durchsuchen und die Identitäten der Besetzer feststellen können mit der Begründung, dass Gefahr in Verzug war, weil dort Schüsse gefallen sind“, sagte die Abgeordnete. Ihr sei nicht klar, warum die Einsatzleitung der Polizei untätig geblieben sei. Zimmermann kündigte an, diese Vorgänge in der ersten Innenausschusssitzung nach der Sommerpause zum Thema zu machen. „Ich will wissen, warum die Sicherheitsbehörden des Landes so zurückhaltend agieren“, sagte Zimmermann.