
Hannover. DIE LINKE im Landtag hat die Landesregierung aufgefordert, sich für die Umsetzung des Schulobst-Programms der Europäischen Union einzusetzen. Die EU will die kostenlose Ausgabe von Obst und Gemüse an alle Schulkinder in Niedersachsen mit 1,2 Millionen Euro fördern, allerdings muss das Land die Ko-Finanzierung übernehmen. Der Bundestag hatte jüngst die Forderung der Länder zurückgewiesen, der Bund solle das Geld aufbringen. Die Linksfraktion will in einer Kleinen Anfrage von der Landesregierung erfahren, ob und was sie unternimmt, um das EU-Fördergeld für Niedersachsen zu sichern und den Schulkindern kostenfreie und gesunde Ernährung zu ermöglichen. Christa Reichwaldt, die bildungspolitische Sprecherin der Linksfraktion, sagte: „Wir fordern, dass das Schulobstprogramm direkt nach dem Ende der Ferien starten kann und die Schulkinder nicht Opfer von föderalen Streitigkeiten von Bund und Ländern werden.“
Verglichen mit den Summen, die derzeit für Banken und zum Kauf neuer Autos ausgegeben werden, sei die verlangte Gegenfinanzierung des Programms ein bescheidenes Sümmchen. „Es darf nicht gelten: Bei den Banken sind sie fix, für die Kinder tun sie nix“, sagte Reichwaldt.