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27. Mai 2009 Patrick Humke-Focks, sozialpolitischer Sprecher

DIE LINKE: Politik muss Anliegen der Kita-Beschäftigten unterstützen – bessere Arbeitsbedingungen an Kindertagesstätten dringend nötig

Hannover. DIE LINKE im Landtag unterstützt die Streiks an Kindertagesstätten in Niedersachsen. „Auch wenn der Konflikt in erster Linie die Tarifparteien betrifft, muss die Politik signalisieren, dass sie die Anliegen der Erzieherinnen und Erzieher unterstützt“, sagte Patrick Humke-Focks, der sozial- und gesundheitspolitische Sprecher der Linksfraktion. Die Erzieherinnen in den Kitas erfüllten eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe. „Leider unter inakzeptablen Bedingungen“, sagte Humke-Focks. Der Sozialpolitiker kündigte an, seine Fraktion werde eine politische Entschließung in das Juniplenum des Landtages einbringen, um den Forderungen der Kita-Beschäftigten Nachdruck zu verleihen.

Es gehe der Linksfraktion insbesondere um die Forderung nach einer angemessenen Entgeltstufe und um die tarifliche Verankerung des Gesundheitsschutzes. „Wir können nicht zulassen, dass eine ganze Berufsgruppe an ihrer Arbeit erkrankt“, so Humke-Focks. Die Beschäftigten müssten statt in die sechste in die neunte Entgeltstufe eingruppiert werden; außerdem müsse der Betreuungsschlüssel deutlich verringert und die Ausbildung der Erzieher verbessert werden.

Der Sozialexperte warnte davor, den verständlichen Ärger der Eltern über den Streik politisch zu missbrauchen. „Es darf keine Hetzkampagne geben, die Forderungen der Streikenden betreffen schließlich auch die Qualität der Pädagogik“, sagte Humke-Focks. Sollten die Beschäftigten ihre Anliegen durchsetzen, wäre allen Beteiligten gedient: den Erziehern, den Eltern und nicht zuletzt den Kindern.