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21. Oktober 2009 Victor Perli, wissenschaftspolitischer Sprecher

DIE LINKE zur geplanten Professuren-Vergabe durch die Landesregierung: „Eine Steilvorlage für Satiriker“

Hannover. "Das ist eine Steilvorlage für alle Satiremagazine dieser Republik“, kommentierte der wissenschaftspolitische Sprecher der LINKEN im Landtag, Victor Perli, den Vorschlag von Wissenschaftsminister Stratmann, die Regierung solle künftig eigenständig Professorentitel verleihen dürfen.

Die Landesregierung plant eine Änderung des Landeshochschulgesetzes, die es ihr ermöglicht, „verdiente Persönlichkeiten“ mit dem Titel „Professor ehrenhalber“ auszuzeichnen. Die Qualitätskriterien sind dabei vollkommen unklar, die Ernennung erfolgt durch die Landesregierung und nicht durch eine wissenschaftliche Einrichtung. Perli: „Immerhin bleibt Stratmann seinen Grundsätzen treu: den Schein stärken und das Sein vernachlässigen. Die Ernennung eines Ehren-Professors ändert nichts an den Lern- und Forschungsbedingungen an den Hochschulen. Stratmann geht es nur um die Hülle, wir brauchen aber eine Stärkung der Substanz“.

Sollte es bei diesem abenteuerlichen Passus bleiben, hat Perli jedoch einen Vorschlag für die erste Ehrenprofessur: „Dafür kommt nur Lutz Stratmann selbst in Frage. Schließlich hat er sich um die Einführung von Studiengebühren verdient gemacht: Tausende von jungen Leuten hält er so vom Studium an den armgesparten Hochschulen ab oder zwingt sie zur Ausreise in andere Bundesländer“.