
„Scheinheilig" nannte der Fraktionsvorsitzende der LINKEN im Niedersächsischen Landtag, Dr. Manfred Sohn, die Erklärung der CDU gegen die Entscheidung des Aufsichtsrats von Thyssen-Krupp, an den Verkaufsplänen für die Nordseewerke in Emden unverändert festzuhalten. Sohn sagte: „Bei der CDU heißt es jetzt, so dürfe man mit Arbeitnehmern nicht umgehen, ‚die vor Ort hervorragende Arbeit geleistet‘ hätten. Wenn die das ernst meinen, dann könnten sie doch die Rechte dieser Arbeitnehmer in den Konzernen stärken."
Sohn forderte die gesetzliche Ausweitung der Mitbestimmung für alle großen Unternehmen mindestens auf das Niveau von VW – dort könne gegen die Stimmen der Gewerkschaft kein Standort geschlossen werden. Entsprechende Vorschläge hätte DIE LINKE im Bundestag mehrfach unterbreitet; von der großen Koalition aus CDU und SPD seien sie stets abgelehnt worden, von der FDP erst recht. Sohn abschließend: "Ohne mehr Demokratie in den Unternehmen wird das Werften- und Betriebssterben weitergehen - von Karmann in Osnabrück über die Hertie-Kaufhäuser bis an die Küste.“