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31. August 2010 Ursula Weisser-Roelle, arbeitsmarktpolitische Sprecherin

DIE LINKE zu den Ausbildungszahlen im August: „Bodes Prognose geht in die Hose“

Hannover. Nach Ansicht der Fraktion DIE LINKE im Landtag ist die Lage auf dem Ausbildungsmarkt in Niedersachsen weitaus schlimmer als von der Landesregierung dargestellt. Insbesondere fehlten Ausbildungsplätze. „Die Prognose von Wirtschaftsminister Bode geht in die Hose: Er hatte versprochen, dass jedem Jugendlichen in Niedersachsen ein Ausbildungsplatz angeboten wird“, sagte Ursula Weisser-Roelle, die arbeitsmarktpolitische Sprecherin der Linksfraktion, anlässlich der heute vorgestellten Arbeitsmarktzahlen für den Monat August. Bode hatte sein Versprechen während einer Debatte im Landtag abgegeben – als Antwort auf einen Antrag der Linksfraktion zur Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit und des Lehrstellenmangels (Drs. 16/2693).

Laut Statistik der Bundesagentur für Arbeit kommen auf einen Bewerber nur 0,54 offene Stellen. „Diese Situation hat sich im Vergleich zum Vormonat verschlimmert, im Juli betrug diese Zahl noch 0,58“, sagte Weisser-Roelle. Außerdem habe die Statistik der Arbeitsagentur Schwächen: Sie bilde die wirkliche Situation nicht vollständig ab. „Wir haben mehr als 11.000 Bewerber, die derzeit noch auf der Straße stehen, und weitere 10.000 Jugendliche, die auch noch auf der Suche sind, weil sie derzeit nicht angemessen ausgebildet werden. Dann gibt es noch eine Grauzone: Tausende Jugendliche werden gar nicht erfasst, weil sie sich entweder nicht gemeldet haben oder weil sie von der Arbeitsagentur als angeblich nicht ausreichend qualifiziert eingestuft wurden“, so Weisser-Roelle. Sie kritisierte außerdem, dass das gegenüber dem Vorjahr höhere Stellenangebot auf dem Arbeitsmarkt auf den Zuwachs von Leiharbeit zurückzuführen sei. „Diese Stellen sind meist unsicher und schlecht bezahlt“, sagte Weisser-Roelle.