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28. Juni 2010 Christa Reichwaldt, bildungspolitische Sprecherin

DIE LINKE: Landesregierung kommt beim Krippenausbau nicht voran

Hannover. DIE LINKE im Landtag hat der Landesregierung Untätigkeit beim Ausbau von Krippenplätzen vorgeworfen. Niedersachsen hält derzeit lediglich für zwölf Prozent der unter 3-jährigen einen Betreuungsplatz vor - damit ist das Land gemeinsam mit Nordrhein-Westfalen bundesweites Schlusslicht. Die bildungspolitische Sprecherin der Fraktion, Christa Reichwaldt, erklärte dazu: „Die Landesregierung weiß seit Jahren um das Problem, aber wir kommen nicht vom Fleck. Wir brauchen dringend mehr Schub bei den Krippenplätzen.“ Der Krippenausbau müsse höchste Priorität für die Landesregierung haben. Reichwaldt verwies darauf, dass Eltern ab dem Jahr 2013 einen Rechtsanspruch auf einen Krippenplatz haben. Damit dieser erfüllt werden kann, soll das Angebot an Krippenplätzen bundesweit auf 35 Prozent steigen. Der Mangel an Krippenplätzen in Niedersachsen sei eklatant und werde nicht erst in drei Jahren zum Problem: Bereits heute bemühten sich viele Eltern vergebens um einen Platz. „Dabei sind die ersten Jahre von enormer Bedeutung für die Entwicklung eines Kindes“, betonte Reichwaldt. Ein umfassendes Betreuungsangebot sei außerdem wichtig, damit Eltern Beruf und Familie vereinbaren können. Dazu müssten insbesondere die Ganztagsangebote ausgebaut werden, forderte Reichwaldt. Nur 30 Prozent der angebotenen Krippenplätze beinhalten ein Ganztagsangebot. „Auch hier schläft die Landesregierung“, sagte Reichwaldt.