
Hannover. DIE LINKE im Landtag hat die Landesregierung aufgefordert, die Probleme bei der Unterrichtsversorgung in Niedersachsen einzuräumen und endlich etwas dagegen zu unternehmen. Führende Verbände und Organisationen wie der Landeselternrat und Elterninitiativen hatten dies am Wochenende kritisiert. Im Bezirk Lüneburg falle mittlerweile jede zehnte Schulstunde aus. „Leider ist Kultusministerin Elisabeth Heister-Neumann realitätsfern: Sie zeigt Statistiken mit einer Unterrichtsversorgung von 100 Prozent und einer tollen Personalentwicklung an den Schulen. Die Ministerin kaschiert, trickst und täuscht, wo sie nur kann“, sagte Christa Reichwaldt, bildungspolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE. Der Ausfall von Schulstunden sei nicht die Ausnahme, sondern die Regel.
Deshalb sei es besonders verantwortungslos von der Landesregierung, über die Streichung von Lehrerstellen nachzudenken. „Wir brauchen eine Reserve an Vertretungslehrern und kleinere Klassen. Nur so kann man die Schüler besser fördern. Dazu brauchen Niedersachsens Lehrer Ent- und nicht Belastungen“, so Reichwaldt. Doch die Landesregierung plane weitere Kürzungen und ignoriere die Probleme der Gegenwart. „Wer heute am Unterricht spart, bekommt morgen dafür die Rechnung. Bildung ist eine wichtige Voraussetzung für gesellschaftlichen Wohlstand“, so Reichwaldt.