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26. Mai 2010 Marianne König, agrarpolitische Sprecherin

DIE LINKE: Schlechter Start für Agrarministerin Grotelüschen – Informationspolitik nach Dioxin-Funden in Eiern irreführend

Hannover. Die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion DIE LINKE im Landtag, Marianne König, hat der neuen niedersächsischen Agrarministerin Astrid Grotelüschen einen schlechten Start attestiert. Die Informationspolitik ihres Ministeriums nach den jüngsten Dioxin-Funden in Eiern sei irreführend gewesen: Erst auf Nachfrage habe das Ministerium erklärt, dass Dioxin nicht nur in Bio-, sondern auch zu gleichen Teilen in herkömmlichen Eiern gefunden worden sei. „Durch dieses Vorenthalten von Informationen stand die Bio-Landwirtschaft am Pranger. Die Ministerin hat damit in Kauf genommen, dass Bio-Landwirte in Verruf geraten sind“, sagte König.

Das Thema Dioxinfunde in Eiern steht auf der Tagesordnung der Sitzung des Ausschusses für Ernährung, Landwirtschaft, Verbraucherschutz und Landesentwicklung am Freitag. König forderte von der Ministerin eine Stellungnahme zur Informationspolitik des Ministeriums. „Da muss sie erst einmal erklären, was das alles zu bedeuten hat, und warum so eine undurchsichtige Informationspolitik betrieben wurde. Wir werden die Ministerin auffordern, eine klare Informationspoltik in ihrem Haus durchzusetzen und sich weiterhin auf Landes-, Bundes- und internationaler Ebene dafür einzusetzen, dass die Entstehung von Dioxinen, zum Beispiel durch die Müllverbrennung und die Produktion von Pestiziden, zurückgeht“, so König.