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1. Februar 2012 Ursula Weisser-Roelle, verkehrspolitische Sprecherin

DIE LINKE: Bode muss sich von seinem Lieblingsprojekt Y-Trasse verabschieden – Planungskosten für sinnvolle Alternativen ausgeben

Hannover. DIE LINKE im Landtag hat heute noch einmal den Stopp der sogenannten Y-Trasse verlangt. Anlass sind die kritischen Anmerkungen des Deutsche Bahn-Chefs Rüdiger Grube zu dem bahnpolitischen Großprojekt. „Niedersachsens Verkehrsminister Jörg Bode sollte sich jetzt von seinem verkehrspolitischen Lieblingsprojekt verabschieden. Bode darf sich dem Projekt nicht länger hingeben und beratungsresistent und bockig gegenüber der Kritik daran sein“, sagte die verkehrspolitische Sprecherin der Fraktion, Ursula Weisser-Roelle. Die Argumente gegen die mindestens vier Milliarden Euro teure Y-Trasse zwischen Hannover, Hamburg und Bremen seien erdrückend. Die Trasse würde der Umwelt schaden und es gebe günstigere und effizientere Alternativen für eine Hinterlandanbindung der Seehäfen, erklärte Weisser-Roelle.

Eine von der Linksfraktion in Auftrag gegebene Studie habe bereits Anfang 2009 nachgewiesen, dass die Y-Trasse ein Irrweg für eine zeitgemäße und effektive Hinterlandanbindung sei. Wesentlich kürzere und günstigere Alternativen seien möglich und realisierbar. Dazu gehören laut Weisser-Roelle der zweigleisige Ausbau der Bahnstrecke Rotenburg (Wümme) nach Verden (Aller) sowie die sogenannte Amerikalinie Bremen-Uelzen. Die Ergebnisse der LINKEN-Studie seien später auch durch Studien des Umweltbundesamtes bestätigt worden. Weisser-Roelle verlangte, die bereits im Landesetat 2012/2013 veranschlagten Planungskosten für die Y-Trasse in Höhe von fünf Mio. Euro zu streichen und für den Bau alternativer Bahnstrecken auszugeben. „Die Zeit läuft der Landesregierung davon: In Kürze geht der JadeWeserPort in Betrieb, und es gibt noch keine effektive Bahnanbindung.“ Die Linksfraktion wird die Absage des Bahnchefs Grube an das Projekt Y-Trasse zum Thema der Landtagssitzung im Februar machen.