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25. Januar 2012 Pia Zimmermann, innenpolitische Sprecherin

DIE LINKE macht Nazi-Überfall nach Konzert in Delmenhorst zum Thema im Landtag - Verfassungsschutz hat wieder kläglich versagt

Hannover. Mit Empörung und Kritik hat DIE LINKE im Niedersächsischen Landtag auf den neonazistischen Überfall auf Jugendliche nach einem Konzert der rechten Hooligan-Band „Kategorie C“ in Delmenhorst reagiert. Bei dem gewalttätigen Übergriff am Samstag wurden mehrere Personen verletzt. „Dieser Überfall zeigt wieder einmal, wie gefährlich die Neonazis sind. Sie sind jederzeit zur Gewalt bereit, sie prügeln und sie morden “, sagte Pia Zimmermann, die innenpolitische Sprecherin der Linksfraktion. Sie kritisierte, dass keine Polizei vor Ort war, um die öffentliche Sicherheit zu gewährleisten. „Polizei und Verfassungsschutz haben von dem Konzert gewusst – deshalb ist es völlig unverständlich, dass es zu diesem Übergriff kommen konnte.“ Die Band „Kategorie C“ sei einschlägig bekannt: Ihre Texte seien gewaltverherrlichend und rassistisch, und sie habe enge Verbindungen zum Hooligan- und Neonazi-Milieu. „Der Verfassungsschutz muss sich abermals fragen lassen, was er dazu beiträgt, Menschen vor gewalttätigen Attacken zu schützen.“
Auch die Rolle des Eigentümers des Veranstaltungsortes müsse nach Ansicht von Zimmermann näher beleuchtet werden. Laut Medienberichten hat er Verbindungen zur Rocker-Szene. „Wir haben schon mehrfach auf Verbindungen zwischen Rocker-Clubs und militanten Neonazis hingewiesen. Das muss jetzt endlich mal ernst genommen werden“, so Zimmermann. Sie kündigte an, den Vorfall zum Thema der kommenden Landtagssitzung zu machen.