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Marianne König, agrarpolitische Sprecherin

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30. Juli 2010 Marianne König, agrarpolitische Sprecherin

DIE LINKE-Fraktion unterstützt Aktionswoche gegen den geplanten

Hannover. DIE LINKE im Landtag unterstützt die Proteste gegen den geplanten Megaschlachthof in Wietze. Mitglieder der Fraktion werden während der heute beginnenden Aktionswoche der Besetzer vor Ort sein und sich solidarisch mit ihnen, den Anwohnern und den Tierschützern zeigen. Marianne König, die agrarpolitische Sprecherin der Fraktion, sprach den Protestierenden ihre Hochachtung aus und lobte die örtliche Bürgerinitiative: „Seit Monaten demonstrieren diese Leute friedlich und informieren über die negativen Auswirkungen des geplanten Megaschlachthofs. Es ist toll, dass sie nicht klein beigeben.“

König warf Niedersachsens Agrarministerin Astrid Grotelüschen vor, sich um diesen Konflikt überhaupt nicht zu kümmern. „Es ist sogar zu befürchten, dass die Ministerin hinter den Kulissen alles tut, um den Schlachthof zu ermöglichen, denn schließlich betreibt auch ihre Familie ein Unternehmen der Massentierhaltung“, sagte König. Sie warf Grotelüschen außerdem vor, sich zu dem jüngsten Vorfall im benachbarten Uelzen nicht geäußert zu haben. Dort verendeten 40.000 Hühner in einem Maststall, weil die Klimaanlage ausfiel. „Von der Agrarministerin hätte ich eine Stellungnahme dazu erwartet“, betonte König.

Der geplante größte Schlachthof Europas forciere die industrielle Massentierhaltung in einem nie dagewesenen Maße und pflastere Niedersachsen mit Mastställen. Er werde eine Vielzahl an Tiertransporten mit sich bringen. Die Massentierhaltung lehnt DIE LINKE aus ethischen, sozialen und umweltpolitischen Gründen ab. König forderte eine regionale, artgerechte Haltung der Tiere, mit Auslauf und kurzen Transportwegen zu kleineren und mittelständischen Schlachthöfen.